Digitalisierung im Handwerk - Teil 2 Prozesse

3-D-Drucker in der Werkstatt, Tablet-PCs auf Baustelle, Datenaustausch über das Internet oder auch nur eine professionelle Homepage sind bei Handwerksbetrieben gegenwärtig immer noch eher Ausnahme als die Regel. Die meisten deutschen Handwerksbetriebe tun sich mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse noch schwer. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Münchner Beratungsunternehmens ServiceBarometer hervor. Der Nachholbedarf im Handwerk in puncto Digitalisierung sei gewaltig, so das Ergebnis. In diesem Kontext lassen sich die folgenden Punkte festhalten:

  • Nur gut die Hälfte aller Betriebe besitzt laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin überhaupt eine aktuelle Web-Site.
  • Gerade mal ein Drittel setzt Tablet-PCs zur Kundenberatung ein
  • Mit Daten in der Cloud, dem dezentralen Datenspeicher auf externen Servern, können sich bisher nur 16 Prozent der Handwerksbetriebe anfreunden.

Bei der Frage, ob es dem Handwerk gelingt, sich digitale Prozesse und soziale Medien zunutze zu machen, geht es daher nicht nur um schmückendes Beiwerk wie eine Homepage. Vielfach geht es darum das Überleben des eigenen Unternehmens zu sichern. Der ZDH befürchtet, dass viele Betriebe nicht konkurrenzfähig bleiben und vom Markt verschwinden könnten, wenn sie die Chancen nicht ergreifen, die sich ihnen in Gestalt von Online-Shops, digitalen Schnittstellen zu Industriekunden und professionellen Warenlager- und Kundenmanagementsystemen eröffnen. Daher besteht das Ziel darin, wichtige Zukunftstechnologien vorzustellen und in ihren Grundzügen zu beschreiben.

Themen und Inhalte:

    • 3D-Druck im Handwerk
      • Selektives Lasersintern/Selektives Laserschmelzen
      • Fused Deposition Modeling (FDM)
      • Polyjet Verfahren
    • 3D-Scanner – Erst scannen, dann drucken: wie herkömmliche Dokumente lassen sich damit ganze Bauteile einscannen und anschließend mit einem 3D-Drucker replizieren
    • 3D-Druck Plattformen
    • Automatisiertes Beschriften, Gravieren, Fräsen, Kleben, Schneiden im Handwerk
    • Building Information Modelling (BIM)
    • Wertschöpfungskette BIM
    • Das Bauwerksmodell und dessen Einordnung in die BIM-Methode
    • Einflüsse auf die Planungskultur durch BIM
    • Häufige Schwierigkeiten bei einer BIM-Projektdurchführung
    • BIM-Einführung im Unternehmen, in Projekten
    • BIM in der Umsetzung: Vorgaben Auftraggeber und Umsetzung Auftragnehmer, Planer, Baufirma, Bauhandwerk, Baugewerbe, Handwerk
    • BIM für unterschiedliche Projektstrukturen: Klein- und Großprojekte
    • Konkrete Checklisten für ein BIM-Projekt:
      • Checkliste für den Auftraggeber
      • Checkliste für den Auftragnehmer
      • Aufgabenbeschreibung für das BIM-Management
    • Die wichtigsten Fachmodelle:
      • Bearbeitungsmodell
      • Auswertungsmodell
      • Architekturmodell
      • Tragwerksmodell
      • TGA Modell
      • Bauablaufmodell (4D Modell)
      • Bau- und Montagemodell
      • Bauübergabe- bzw. Dokumentationsmodell
      • CAFM Modell

Methodik:

Vortrag mit Diskussion

Leistung:

Die Kosten beinhalten Getränke.

Kombinationsmöglichkeiten:

2.11.2015 Digitalisierung im Handwerk - Teil 1 Vernetzung

 

Themengebiet:

Fachseminare


Seminarkosten:

269,- EUR

Auswählen

Termin:

7.Dezember 2015  von 10:00 - 17:30 Uhr

Ort:

Kassel, Schulungscenter ZUB
Anfahrt und Adresse

Referent:

Prof. Dr. Marius Dannenberg

Prof. Dannenberg ist an der Hochschule Darmstadt, der Steinbeis Hochschule Berlin und an der Università Liberia di Bolzano tätig.

Zielgruppe:

Inhaber und Führungskräfte von Handwerksbetrieben


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